SK Solinger Künstler


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Die Geschichte der SK

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Der Prospekt ist im
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Kunstmuseum Solingen
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und in der
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Galerie SK
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Prospekt erhältlich im Kunstmuseum Solingen und in der Galerie SK


Der Rückblick führt uns über das Jahr 1945 hinaus bis zum Jahr 1919, dem Gründungsjahr des Solinger Künstlerbundes.

Gründung

Über den Solinger Künstlerbund schreibt Heinrich Lemacher, Köln: Dem Geiste nach ist Robert Schumann der eigentliche Gründer des Solinger Künstlerbundes. Seine Paten waren Schumanns Davidbündler. Gleich nach dem Ersten Weltkrieg traten diese in Solingen als lebendige Anreger einer Vereinigung bildender Künstler, Schriftsteller und Musiker in Erscheinung. Ein Literat, Carl Müller-Sohler, ein Maler, Fritz Hülsmann und ein Musiker, Heinrich Lemacher, bemühten sich um Verwirklichung dieser romantischen Idee und fanden vor allem in dem Kreise der Solinger Fachschule bei dem Direktor Bindhardt offene Ohren und in den Professoren Carl Reschke und Paul Woenne Freunde der Gesinnung und Tat. Dazu gesellten sich von der bildenden Kunst Walter Runzing..., von dem Schriftsteller Otto Gmelin und von den Musikern Heinrich Boell und Hermann Assmann.Später erweitere sich dieser Kreis vor allem durch den Zuwachs der bildenden Kunst aus den Reihen der Fachschule.


Die 30er Jahre

1931 organisierte der Künstlerbund eine große Ausstellung, in der vor allem die Arbeiten junger Künstler, Georg Meistermann, Ernst Höpp, Ernst Walsken, August Preusse, Walter Berg, Harry Stratmann, Paul Ern, gezeigt wurden. August Preusse, Meisterschüler von Klee, fiel 34jährig in Russland, Harry Stratmann, der Bildhauer, fiel mit 45 Jahren in Lettland. Die übrigen bildeten nach dem Krieg jenen Kreis von Künstlern, aus dem die Gemeinschaft hervorgegangen ist.1933 setzten die Nazis das Reichskartell der Bildenden Künste ein und verlangten im „Gleichschaltungsgesetz", dass mindestens 51% der Mitglieder der NSDAP anzugehören haben, andernfalls sie sich einem zugelassenen Bund anzuschließen hätten. Am 14. September löste sich der Solinger Künstlerbund auf.

Neubeginn

Nach den Wirren des zweiten Weltkriegs fanden sich nur langsam wieder alte Künstlerfreunde in Solingen zusammen. Die Künstler A. Wasserloos, Hans Zimmer und Willi Drescher beschlossen, trotz aller materiellen Schwierigkeiten und der geistigen Zerstörung wieder Kunst zu zeigen. Da war es folgerichtig, dass sie als erstes eine Kunstausstellung dem in Russland gefallenen Freund August Preusse widmeten. Diese Ausstellung fand vom 16.2 – 3.3.1946 unter widrigsten Verhältnissen im Hotel Central in Solingen-Ohligs, statt. Die Räumlichkeiten mussten erst auf Antrag an die englische Militärregierung mit Fensterscheiben ausgestattet werden. Die Werke Preusses wurden zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Ohligs geschafft.Unmittelbar nach Preusses Ausstellung fand in den gleichen Räumlichkeiten vom 18.5.-2.6.1946 die erste Nachkriegsausstellung der „Gemeinschaft der Solinger Künstler" statt. Unter Vorsitz von Willi Deutzmann wird im Jahr 1947 erstmalig eine Satzung der Gemeinschaft formuliert. Ein Schreiben an das Amtsgericht mit bitte um Eintrag ins Vereinsregister wird aber nie abgeschickt, da sich schließlich eine Mehrheit dagegen ausspricht.

Erste Jahresausstellung

Am 7. August 1954 wird das Klingenmuseum im alten Gräfrather Rathaus eröffnet. Damit beginnt die große Zeit der Solinger Künstler. Hier finden die ersten Jahresausstellungen der Solinger Künstler statt, damals noch als Weihnachtsausstellung benannt. Mittlerweile unter Vorsitz von Wolfgang Meng entwickelte sich eine vorbildliche Kunstpolitik, für deren Früchte Wolfgang Meng im gleichen Jahr den Solinger Kulturpreis erhielt. Am 19.Oktober 1959 kommt es auf Drängen der jüngeren Künstler, die schon an den Bergischen Kunstausstellungen, den Weihnachsausstellungen, an den Wuppertaler Jahresschauen teilgenommen haben, zur Gründungsveranstaltung der „Interessengemeinschaft der Solinger Künstler". Mit der Umbenennung wollten die Künstler die Gemeinschaft beleben und straffer zusammenführen. Mitglied durfte nur werden, wer mindestens drei mal zur Bergischen Kunstausstellung zugelassen wurde. Die Eintragung als Verein wurde wiederum, ähnlich wie schon 1946 nach heftiger, kontroverser Diskussion abgelehnt. Auf Initiative des Kulturamtes kommt es 1962 zu einer Änderung der Juryzusammensetzung zur Bergischen Kunstausstellung. Aus der Interessengemeinschaft der Solinger Künstler kommen zwei Vertreter, je ein Künstler aus der Bergischen Künstlergenossenschaft und dem Ring Bergischer Künstler sowie fünf Vertretern aus Verwaltung und Politik.

Ausstellungsräume

1968 wendet sich der Vorstand der SK mit der Bitte um die Beschaffung geeigneter Räume für die SK an den Oberbürgermeister. Das Kulturamt bietet ein Fachwerkhaus am Botanischen Garten an, welches sich aber als ungeeignet erweist. 1971 wird der SK wiederum ein Fachwerkhaus am Kannenhof seitens der Stadt angeboten. In der Gemeinschaft wird heftig und kontrovers diskutiert, schlussendlich wird das Angebot aufgrund der finanziellen Risiken abgelehnt. In der gleichen Sitzung wird auch abermals der Eintrag als Verein ins Vereinsregister mehrheitlich verworfen. Karl Broch bringt ein Jahr später den ehemaligen Kohlenkeller des Klingenmuseums als Ausstellungs- und Versammlungsraum ins Gespräch. Stadt und Museum sagen schließlich zu. Damit hat die SK endlich ein Zuhause und behält es bis 1995. Am 23. July 1974 wird aus der Interessengemeinschaft ein Verein. Nicht alle sind einverstanden und es kommt zu Austritten. Am 17. April 1975 wird die Satzung des Vereins beim Amtsgericht eingetragen

Artothek

Nach Erweiterung der Galerie SK um die Aufenthaltsräume des Museumspersonals wird die vergrößerte Galerie SK am 18.Februar 1979 feierlich eingeweiht. Hiermit wird auch die Artothek ins Leben gerufen. Betreut wird diese in den folgenden Jahren von Heiderose Birkenstock- Kotalla und Ernst Walsken. Im März 1980 wird zwischen der Stadt und dem SK ein Mietvertrag über die Galerieräume im Klingenmuseum geschlossen. Da sich der Verein zur Betreuung der Artothek bereit erklärt, werden die Räumlichkeiten mietfrei zur Verfügung gestellt. 1988 wird Ulle Huth erste Vorsitzende der Solinger Künstler und wird dieses Amt 12 Jahre innehalten. Eine Unterschriftensammlung „Kunst wohin" wird 1989 dem Oberbürgermeister Gerd Kaimer übergeben. Die SK verbindet dies mit der Initiative das Gräfrather Rathaus zum Kunstmuseum zu machen.

„Hausbesetzung"

1990 findet eine Gegenveranstaltung zur Bergischen Kunstausstellung mit dem Titel „Salon des refuse’s" statt. Grund ist die Tatsache, dass zunehmend Künstler in der Bergischen Kunstausstellung gezeigt werden, die keinen Bezug zum Bergischen Land haben. Diese Ausstellung findet im Gräfrather Rathaus statt und wird bei der Eröffnungsrede von Ulle Huth als Hausbesetzung benannt. Das Haus wird von den Solinger Künstlern vier Jahre als Ausstellungs- und Atelierhaus genutzt. Die Ateliergemeinschaft „Ziege" wird gegründet. Vier Jahre später, 1994, erhält die Ateliergemeinschaft seitens der Stadt die Kündigung. Grund sind die beginnenden Umbauarbeiten für das Museum Baden. In Folge werden die Solinger Künstler heimatlos, im gleichen Jahr werden dem SK aber Räumlichkeiten im neuen Museum zugesagt. Die Artothek wird in das Deutsche Klingenmuseum ausgelagert.

Museum Baden

1996 findet sich in dem umgebauten Gebäude, jetzt heißt es "Museum Baden", ein Raum im Untergeschoss und die Artothek und die Galerie kehren zurück. Die Artothek wird in den Schrankelementen im Flur untergebracht, jedes Bild bekommt einen Platz, die Auswahl für die Ausleiher ist entscheidend verbessert.

2005 beschließt die Stadt Solingen das Gelände des ehemaligen Hauptbahnhofs und die Güterhallen mit Mitteln der Regionale 2006 zu restaurieren und aufzuwerten. Im März 2007 ziehen die Artothek und die Galerie SK in gößere, hellere Räume in Nachbarschaft zu Ateliers und Galerien, die in den Güterhallen eine Bleibe gefunden haben.

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Diese Seite unterliegt dem Urheberrecht. Aktualisiert am 29 Jun 2017 | susanne@mueller-koelmel.de

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